Erfolgreicher hessischer Friedhofsgärtner-Nachwuchs

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Erfolgreicher hessischer Friedhofsgärtner-Nachwuchs

Der Gestaltungsplan des Wahlgrabs (Foto: Louise-Schroeder-Schule).

Der Nachwuchs aus Hessen sicherte sich bei der Deutschen Meisterschaft junger Friedhofsgärtner des BdF und dem Wettbewerb „Grabgestaltung 2037“ für Berufsschüler jeweils den Vize-Titel.


Im Rahmen der 19. Friedhofstechnik-Messe in Essen wurde auch die Deutsche Meisterschaft junger Friedhofsgärtner des BdF (Bund deutscher Friedhofsgärtner) ausgerichtet. Tanja Weckbach aus der Gärtnerei Klumpen in Frankfurt sicherte dabei für Hessen den zweiten Platz. Sie hat bereits 2016 die hessische Landesmeisterschaft für sich entschieden und nun auch die Jury auf Bundesebene mit ihrem einstelligen Wahlgrab überzeugt.

Bei der Premiere des Wettbewerbs für Berufsschüler waren die Vertreter der Landesfachklasse Friedhofsgärtner Hessen der Louise-Schroeder-Schule aus Wiesbaden ebenfalls vorne mit dabei. Anhand der vorgegebenen Fragestellung „Wie sieht die Grabgestaltung 2037 aus und wie sehen wir uns als Friedhofsgärtner in 2037?“ erarbeiteten sie im Unterricht mit Andrea Ohlenschläger und Beatrix Karpf zunächst ein Konzept, bei dem deutlich wurde, dass die in 20 Jahren zu erwartende Situation ein verändertes ökologisches Bewusstsein erfordert. Nachhaltige, naturnahe Grab-gestaltung und fachkompetenter Umgang mit Kunden werden wichtig sein, um den Friedhof als Lebensraum, grüne Lunge der Städte, Gedenkstätte, Ort der Begegnung und Ruheort zu erhalten und zu fördern.

Bei der Planung legten die Auszubildenden besonderen Wert auf bienenfreundliche Pflanzen, Blüten zu jeder Jahreszeit, Pflanzen mit geringem Wasserbedarf sowie eine vielfältige Gestaltung mit ausdauernden Pflanzen. Es folgte die Umsetzung am zweistelligen Wahlgrab unter der Verwendung von mediterranen Pflanzen, die für milde und feuchte Winter sowie Trockenperioden im Sommer mit Starkregenereignissen geeignet sind. Die Auswahl deckte dabei das Blühspektrum von Frühjahr bis Herbst ab, sodass die Bepflanzung über Jahre auf der Grabstätte verbleiben kann. Statt einem großen Grabstein sollen die Namen der Verstorbenen einzeln auf runden Steinkugeln angebracht werden. Ein Stuhl als Sitzgelegenheit lädt zum Verweilen ein.

Das Wiesbadener Team mit Julia Braun (Fa. Bleckwehl), Lisa Dörbeck, Paul Rähse (beide Fa. Ballenberger), Matthias Rödiger (Fa. Lötzer), Philipp Schöppner (Fa. Ohlenschläger und Conradi) und Lukas Watz (Stadt Marburg) wurde in Essen begleitet und unterstützt von Andrea Ohlenschläger, die sich sehr über den Erfolg der jungen hessischen Friedhofsgärtner freut: „Ich bin stolz auf unsere Auszubildenden und wir bedanken uns für die Unterstützung der Betriebe und besonders der Fachgruppe Friedhofsgärtner Hessen. Hier zahlt sich die gute, engagierte Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Fachgruppe und der Louise-Schroeder-Schule als Fachklassenstandort aus.“

Die hessischen Vertreter wurden von den Fachbesuchern auf den zweiten Platz gewählt und erhielten zudem einen Ehrenpreis für die Gestaltung bzw. Ausarbeitung und Darstellung ihres Konzepts.

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